Reifendruck am Auto prüfen

Reifendruck am Auto prüfen

Die Reifen niemals vernachlässigen 🚗

Der richtige Reifendruck am Auto: Er ist überlebenswichtig – und erspart Ihnen außerdem viel Geld. Welcher Druck der richtige ist, wie oft Sie ihn messen sollten und wie Sie dabei vorgehen.

Die einzige Verbindung zwischen Auto und Straße sind die Reifen. Ob Vollgasfahrt oder Vollbremsung – Ihre Sicherheit im Auto hängt ganz besonders vom Zustand der Reifen ab. Und dazu gehört auch der richtige Luftdruck. Was dazu wichtig ist, erfahren Sie hier.

Reifen messen: So wird es gemacht

Den Druck messen Sie am besten an einer Tankstelle, denn hier finden Sie alles, was Sie dazu benötigen. Messen Sie am möglichst kalten Reifen und nicht nach einer langen Fahrt – der Reifen wäre dann warm, und dadurch würden Sie einen verfälschten Druck messen.

Zunächst schrauben Sie die Ventilkappe ab, dann setzen Sie das Messgerät auf. Dabei entweicht kurz Luft: Es zischt. Das sollte aber schnell vorbei sein, andernfalls müssen Sie das Messgerät noch einmal neu aufsetzen.

Nun zeigt das Messgerät Ihren Druck an, den Sie damit auch gleich korrigieren können. Drücken Sie auf Plus, um den Druck zu erhöhen und umgekehrt auf Minus. An neueren Geräten kann man direkt den gewünschten Druck einstellen. Nach dem Messen schrauben Sie die Ventilkappen wieder auf.

Immer an alle Reifen denken

Wichtig: Kontrollieren Sie den Druck immer an allen vier Reifen, denn der Druck entweicht nicht von allen Reifen gleichmäßig. Der gleiche Druck auf beiden Reifen einer Achse ist jedoch wichtig, damit das Auto sicher fährt und bremst.

Häufig geben Hersteller für die vordere und für die hintere Achse einen leicht unterschiedlichen Druck an. Der Wert hängt auch davon ab, wie stark die Achsen belastet werden (Teillast oder Volllast) – ob Sie also beispielsweise allein zur Arbeit fahren oder mit der gesamten Familie in den Urlaub.

Denken Sie dabei auch ans Reserverad. Sonst können Sie im Fall einer Panne nicht sicher weiterfahren.

Folgen eines falschen Reifendrucks

Viele Autofahrer messen den Reifendruck nur gelegentlich, etwa vor größeren Urlaubsfahrten. Das ist aber ein Fehler – mit teils drastischen Folgen: Bei Unfällen wegen mangelhafter Reifen sterben jährlich 27 Menschen in Deutschland, so der ADAC. Der Verkehrsclub empfiehlt, den Reifendruck alle zwei Wochen beim Tanken zu messen und bei Bedarf zu korrigieren.

Neben dem Sicherheitsrisiko hat ein falscher Reifendruck aber weitere negative Folgen:

  • Der Reifen verschleißt schneller, ein zu geringer Luftdruck verkürzt also dessen Lebenszeit.
  • Außerdem erhöht sich der Rollwiderstand. Dadurch steigt der Spritverbrauch um bis zu 0,3 Liter pro 100 km.
  • Der Bremsweg verlängert sich, die Fahreigenschaften des Autos verschlechtern sich – insbesondere in Kurven.
  • Im schlimmsten Fall kann der Reifen sogar platzen.

Reifendruck: Lieber etwas zu viel als zu wenig

Generell gilt: Besser etwas mehr Reifendruck als zu wenig. Zwar kann zu viel Reifendruck den Fahrkomfort verringern: Unebenheiten in der Fahrbahn werden spürbarer an die Reisenden weitergegeben. Außerdem nutzen sich die Reifen ungleichmäßiger ab. Dennoch sagen Experten: Ein um 0,2 bis 0,3 bar erhöhter Reifendruck ist unproblematisch – ganz im Gegensatz zu einem zu geringen Reifendruck.

Angaben zum richtigen Reifendruck am Auto

Welcher Reifendruck ideal ist, finden Sie an mehreren Stellen Ihres Autos angegeben:

  • An der Innenseite des Tankdeckels
  • An der B-Säule (mittlerer Dachholm, dazu die Fahrertür öffnen)
  • Im Handschuhfach

Außerdem finden Sie die Angabe im Handbuch Ihres Autos und in Reifendrucktabellen Ihres Herstellers im Internet.
Auch in einer Werkstatt oder an der Tankstelle kann man Ihnen weiterhelfen.


Quellenangabe: Autor

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