Hauptuntersuchung (HU) trotz Corona?

Quelle: Arnulf Hettrich/imago images | Hauptuntersuchung (HU) trotz Corona

Der Termin für die neue Hauptuntersuchung rückt an – mitten in der Corona-Krise. Können Autofahrer nun dennoch eine neue TÜV-Plakette erhalten? Und was gilt jetzt, wenn man die Frist überzieht?

Längere Schonfristen für die Hauptuntersuchung (HU): Wegen der Corona-Krise bekommen Autofahrer vorübergehend mehr Zeit, um ihre TÜV-Plakette zu erneuern.

Normalerweise gilt: Spätestens zum Zeitpunkt, den die aktuelle Plakette angibt, muss das Auto zur Hauptuntersuchung. Wer diesen Termin um bis zu zwei Monate überzieht, muss noch keine Strafe befürchten. Diese Frist wird nun – für die Zeit der Corona-Krise – für Privat- und Nutzfahrzeuge auf vier Monate ausgedehnt. So empfiehlt es das Verkehrsministerium den Bundesländern. Wie sie diese Empfehlung umsetzen, ist die Sache der Länder. Die Empfehlung gilt, sobald sie im Verkehrsblatt veröffentlicht wurde.

Generell hat es keine Folgen, wenn Sie die Frist zur nächsten Hauptuntersuchung um bis zu zwei Monate überziehen. Danach droht aber ein Bußgeld von 15 Euro. Ist die Frist seit mindestens vier Monaten verstrichen, liegt der Betrag bei 25 Euro. Nach acht Monaten werden daraus 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Die straffreie Überziehungs-Frist wird vorübergehend wegen der Corona-Krise auf vier Monate verlängert.

Grundsätzlich sollten Autofahrer die Frist für die Hauptuntersuchung aber nicht überziehen, mahnt der ADAC.

  • Denn zum einen dürfen sicherheitsrelevante Reparaturen nicht aufgeschoben werden.
  • Und zum anderen könnte es nach einem Unfall zu Problemen wegen der abgelaufenen Plakette kommen, wenn ein technischer Defekt zu dem Unfall führte, den ein Prüfer bei der Hauptuntersuchung entdeckt hätte.

Die Hauptuntersuchung ist trotz Corona weiterhin möglich

Zum Überziehen gibt es auch keinen Grund, erklärt Ulrich Köster. Der Sprecher des Verbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe sagt t-online.de: „Bei den zurzeit geltenden Verbotsregelungen sind die Kfz-Werkstätten ausgenommen.“ In der Regel hätten die Werkstätten weiterhin geöffnet. Das gelte auch für Werkstätten, die von Autohäusern betrieben werden. Prüforganisationen wie Tüv Süd (ausgewählte Prüfstellen, informieren Sie sich vorab telefonisch), Tüv Rheinland, Tüv Nord oder Dekra führen die Hauptuntersuchung ebenfalls weiterhin durch.

Teils ist die Zahl der geöffneten Prüfstellen allerdings sehr unterschiedlich, da in den einzelnen Bundesländern verschiedene Bestimmungen gelten. Informieren Sie sich am besten vorab telefonisch und vereinbaren Sie einen Termin.

Frist für neue Hauptuntersuchung beachten

Wann wieder eine Hauptuntersuchung ansteht, verrät ein Blick auf die Prüfplakette. Der Aufkleber am Nummernschild wird bei der Hauptuntersuchung vergeben. Die Zahlen auf der Plakette und zwei schwarze Markierungen verraten auf den ersten Blick den Monat, an dem die nächste Hauptuntersuchung fällig ist – wenn man weiß, wie die Plakette gelesen wird. Hier finden Sie dazu alle Infos.


Quellenangabe: Autor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.